Ingolstädter radelt Fluchtweg rückwärts bis Afrika

Ingolstadt – Ein Ingolstädter radelt den Fluchtweg der Asylbewerber rückwärts von Bayern bis Afrika. Ab Dienstag Vormittag, 11.08.2015, tritt Felix Mödl in die Pedale – knapp 3 000 Kilometer von Ingolstadt bis Tanger in Marokko. Der 24 jährige, der selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, will mit dieser Aktion auf die Lage der unbegleiteten jungen Flüchtlinge aufmerksam machen und die Menschen zum persönlichen Engagement anregen.

Bis zu seiner Ankunft in Tanger gegen Ende September 2015 sammelt der Ingolstädter mit dieser Aktion auch Spenden. Sie sollen einer Wohngemeinschaft von zwölf jugendlichen Flüchtlingen im Ingolstädter Stadtteil Mailing zugute kommen. Träger der Einrichtung ist die Roland-Berger-Stiftung, die mit diesem Pilotprojekt gezielt die Bildung und rasche Integration der jungen Menschen fördert.

Je nach Spendenaufkommen will Felix Mödl mit seinem Radl-Projekt weitere Heime, Initiativen oder engagierte Privatgruppen unterstützen. Dem angehenden Produktdesign-Studenten ist es wichtig, dass die Spendengelder direkt an die Leiter der Flüchtlings-Gruppen fließen und „klar ersichtlich wird, was mit dem Geld bewirkt wird“. Deshalb wünscht er sich, „dass die von den Spenden angeschafften Gegenstände oder finanzierten Unternehmungen mit Fotos dokumentiert werden“ und immer wieder in seinem Blog unter www.fexradlt.de veröffentlicht werden“.

Damit die Aktion nicht für PR-Zwecke genutzt wird, kann jede Firma oder Einzelperson pro Rad-Kilometer jeweils nur einen fixen Betrag von einem Cent spenden. Auf der Spenderliste, die Felix Mödl auf seiner Homepage www.fexradlt.de veröffentlichten will, werden deshalb keine Firmen-Logos zu finden sein und alle Spender in gleich großer Schrift stehen.

Genauso wichtig wie ein Spendenbeitrag ist Felix Mödl, dass die Bürger den persönlichen Kontakt zu den Flüchtlingen suchen. „Nur durch den direkten Kontakt können Ängste abgebaut werden und nur so wird eine sinnvolle Integration möglich.“ Wer Spenden will, kann sich unter www.fexradlt.de registrieren lassen. Auf der Homepage wird der Spenden-Radler in seinem Blog täglich neben dem Spendenstand auch Fotos und Reiseeindrücke veröffentlichen.

Susanne Pfaller (BR)

8 Gedanken zu „Ingolstädter radelt Fluchtweg rückwärts bis Afrika

  1. Eicki sagt:

    Auf geht’s Fex. Super Aktion !!

  2. Evelyn sagt:

    Servus Fex,
    Ich finds toll – fuer was Du brennst und sicher mit Deiner Aktion in vielen anderen auch das Feuer entfachen wirst.
    Ich wuensche es mir auf alle Faelle und ausserdem fuer Dich auf Deinem Weg:
    Erfuellende Momente, weiterhin viel Power u. gute „Tretsicherheit“ – halt durch und bleib gsund!
    Dankeeeee! :-)

  3. T.J. sagt:

    Servus Fex,
    i kenn zwar nur Dein Bruada, aber diese Aktion beeindruckt mi. Super Sach. Tret in die Pedale, bleib gsund und kum heil wieda hoam.
    T.J. aus Minga

  4. Karin u. Jürgen sagt:

    Servus Felix mi hom immer scho gwussd das DU wos bsondas bist hau nei und weida hin toi toi toi………………

  5. florian stiefel sagt:

    super aktion.

    ich wollte mal ein lob an alle bürger aussprechen die nicht (vor)urteilend helfen.in meinen augen ist das deshalb so wichtig weil in diesem fall die bürger als vorbild für politiker und staat gelten.sie geben kontra dem rechtem mob und sagen:tut was.ist eigentlich ne traurige erkenntniss das der staat einen härtere gangart einlegen würde-wäre der tenor anders.(dies spiegelt nur die meinung des verfassers wieder)

    fex-hau nei-radeln für die wadl`n und die guten cents

  6. […] dabei Spenden für ein Füchtlingsprojekt und teilt die Eindrücke seiner Reise über seinen Blog. Zum Blog  |   Zu Felix Facebook […]

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